17.30 Uhr - Maschinenhalle

Worried Man & Worried Boy (Wien)

 

Ein wahrhaft ungewöhnliches, authentisches Vater-Sohn-Gespann aus dem Land, wo Nino, Wanda und Voodoo Jürgens sprießen: Sebastian Janata, Drummer der Wahlberliner Dandys von Ja, Panik, hat mit seinem Wiener Vater Herbert Janata, einem Urgestein der österreichischen Musikszene, die Band Worried Man & Worried Boy gegründet. Janata der Ältere war Frontmann der Worried Man Skiffle Group, die unter anderem das fantastische – und sehr österreichische – „Glaubst I Bin Bled“ veröffentlicht haben und über 50 Jahre (!) aktiv war. Das Familienmodell – live zum Quintett ergänzt – hat Generationsprungkraft (und -sprengkraft) und viel Wiener Wucht. A Wahnsinn!
So ungewöhnlich die Geschichte dieses Duos aber auch erscheinen mag, sie tritt anstandslos in den Hintergrund, wenn es um das Ergebnis als solches geht: „Ruhig bleiben“ liefert eine der aufwühlendsten und gleichermaßen abgehangensten Alben aus dem österreichischen Sektor der letzten Jahre. Kein Scheiß! Der Altersunterschied von rund einem halben Jahrhundert überdehnt die Platte nicht etwa, sondern fokussiert sie. Ohne es groß geplant zu haben, greifen die Themen der Songs ineinander. Ja, man könnte an diversen Punkten sogar meinen, man habe es hier mit einem Konzeptalbum zu tun. Das titelgebende Motiv „Ruhe bewahren“ bröseln die beiden Musiker jedenfalls sehr anschaulich auf.

 

Worried Men & Worried Boy schonen Niemanden, nicht die Umstände, aber auch nicht sich selbst: „Wer ist schuld an meinem Verdrängungsmechanismus? Wirklich i‘ selbst oder doch, der scheiß Kapitalismus?“ Wo andere Entwürfe mit der Zeit immer smarter erscheinen müssen, immer mehr um die Ecke abliefern wollen, haut „Ruhig bleiben“ einfach mal das raus, was raus muss: Zehn unglaublich geschmeidige und zutiefst widerständige Stücke in einem Schmäh, von dem einem ganz warm wird.
 Es lebe der Genpool Janata, danke für alles!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19.30 Uhr

Bela B, Peta & Smokestack Lightnin' - "Bastard"

 

>Tickets

 

Das Windrad überm Gutshof wird die passende Americana-Kulisse abgeben: Bela B, Smokestack Lightnin' und Peta Pevlin mit einem Western-Soundtrack der Extraklasse

Ein Schuss. Ein Held. Ein Konzert. Bela B, bekannt für seine tiefe Verehrung für geächtete Trash-Genres und B-Movies, kommt mit den lässigen Songs vom Album "Bastard" und seinem musischen Retro-Mob bestehend aus der wundervollen Peta Devlin und den unrasierten Smokestack Lightnin’ aus dem benachbarten Schwabach nach Anwanden. Eine Begegnung der besonderen Art, die gerade bundesweit für ihre Hommage an den Spaghetti-Western "Sartana" gefeiert wird. Wir freuen uns sehr, dass Bela und seine Truppe mit diesem Programm in den berühmten Anwandner Sonnenuntergang reiten.

Das authentische und vergnügliche Faible von Bela B von den immerwährenden "Ärzten" wird ergänzt vom genialen Rockabilly-Soul-Twang-Sound von Smokestack Lightnin' und Sängerin Peta Devlin (Die Braut haut ins Auge). Ein Live-Erlebnis!

 

21.30 Uhr

Song Ping Pong mit Dirk Hess, Julia Fischer, Joel Havea und Lennart Salomon

 

> Tickets

"Song Ping Pong" ist ein geniales Konzept von leidenschaftlichen Songwritern, die sich in wechselnder Besetzung die musikalischen Bälle auf der Bühne zuspielen. Es wird nur ausgemacht, wer das erste Lied spielt, dann wird der Ball musikalisch weitergegeben. Dabei ist erlaubt, was gefällt! So entsteht jeden Abend eine andere, neue Dynamik. Beim KulturPalast-Festival sind die Magier des Liedermaching an drei Abenden in verschiedenen Besetzungen und an verschiedenen Orten des Guts Wolfgangshof zu erleben. Am 23. Juni teilt sich folgendes Quartett die Bühne: Dirk Hess (John Q. Irritated, Hot Klub), Lennart A Salomon (Thomas D, Max Mutzke, Joachim Witt, der faszinierende Joel Havea aus Melbourne und die Songwriterin Julia Fischer (The Rose and Crown, JULES, Carlos Reisch).